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Allgemeine Geschäftsbedingungen / SaaS-Nutzungsbedingungen
1. Anbieter und Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung von FalcGo, einer B2B-SaaS-Plattform für Logistik-, Liefer-, Fahrer-, Partner- und Trackingprozesse.
Anbieter ist:
[UNTERNEHMENSNAME]
[RECHTSFORM]
[ANSCHRIFT]
FalcGo richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Verbraucher sind von der Nutzung ausgeschlossen.
2. Leistungsgegenstand
FalcGo stellt eine cloudbasierte Plattform und mobile Apps zur Verfügung, mit denen Unternehmen insbesondere folgende Funktionen nutzen können:
- Anlage und Verwaltung von Lieferungen und Aufträgen
- Verwaltung von Fahrern, Nutzern und Rollen
- Fahrer-App für mobile Zustellprozesse
- Auftragsstatus und Zustellnachweise
- Fotos, Unterschriften, Kommentare und Lieferbelege
- optionales Live-Tracking
- Tracking-Links für Empfänger oder Partner
- Partner- und Subunternehmerfunktion
- Zahlungs- und Tarifverwaltung
- API-, App- und MQTT-Kommunikation
Der genaue Funktionsumfang richtet sich nach dem jeweils gebuchten Tarif, der Beta-Version, dem Angebot, der Leistungsbeschreibung oder den im Dashboard angezeigten Funktionen.
3. Beta-Version
FalcGo kann während einer Beta-Phase kostenlos bereitgestellt werden. Die Beta-Phase ist grundsätzlich auf ca. drei Monate angelegt, kann jedoch vom Anbieter jederzeit verlängert, verkürzt, geändert oder beendet werden.
Während der Beta-Phase gilt insbesondere:
- Die Nutzung ist kostenlos, soweit nichts anderes vereinbart ist.
- Funktionen können jederzeit geändert, ergänzt, eingeschränkt oder entfernt werden.
- Datenstrukturen, Schnittstellen und Prozesse können angepasst werden.
- Es besteht kein Anspruch auf bestimmte Funktionen, Verfügbarkeit oder Support.
- Der Anbieter übernimmt keine Gewährleistung für Fehlerfreiheit, Vollständigkeit oder Eignung der Beta-Version für bestimmte Zwecke.
- Support kann freiwillig geleistet werden, ohne dass ein Anspruch hierauf besteht.
- Beta-Nutzer dürfen die Plattform produktiv nutzen, tun dies jedoch auf eigenes Risiko.
- Beta-Daten können nach Ende der Beta in die reguläre Version übernommen werden, soweit dies technisch möglich und vom Anbieter angeboten wird.
Der Anbieter kann die Beta-Version jederzeit beenden oder in ein kostenpflichtiges Angebot überführen. Kunden werden hierüber angemessen informiert.
4. Registrierung und Nutzerkonto
Die Nutzung erfordert eine Registrierung. Accounts dürfen nur für Unternehmen erstellt werden. Nutzer müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
Der Kunde ist verpflichtet, richtige und vollständige Angaben zu machen und Zugangsdaten geheim zu halten. Handlungen von Nutzern innerhalb eines Unternehmenskontos werden dem Kunden zugerechnet, soweit der Kunde die Nutzer angelegt, eingeladen oder autorisiert hat.
5. Rollen und Berechtigungen
FalcGo unterstützt verschiedene Rollen, insbesondere:
- Owner
- Agent
- Driver
- Superadmin
Der Kunde ist verantwortlich für die Vergabe, Verwaltung und Kontrolle der Rollen und Berechtigungen innerhalb seines Unternehmenskontos.
6. Pflichten des Kunden
Der Kunde verpflichtet sich:
- die Plattform nur rechtmäßig und vertragsgemäß zu nutzen;
- keine rechtswidrigen, unzulässigen oder missbräuchlichen Inhalte einzugeben;
- nur Daten zu verarbeiten, zu deren Verarbeitung er berechtigt ist;
- Fahrer, Mitarbeiter, Kunden, Empfänger und sonstige betroffene Personen ordnungsgemäß zu informieren;
- erforderliche Einwilligungen, Betriebsratsbeteiligungen oder sonstige Rechtsgrundlagen selbst einzuholen;
- Partnerdaten nur rechtmäßig weiterzugeben;
- Zugangsdaten und Geräte vor unbefugtem Zugriff zu schützen;
- keine Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen;
- keine übermäßige, missbräuchliche oder störende Nutzung vorzunehmen;
- gesetzliche Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten selbst zu erfüllen.
7. Partner- und Subunternehmerfunktion
Der Kunde kann, soweit freigeschaltet, andere Unternehmen als Partner hinzufügen und Aufträge oder Lieferinformationen weitergeben.
Der Kunde entscheidet eigenverantwortlich, welche Daten an Partnerunternehmen weitergegeben werden. Der Kunde ist allein verantwortlich dafür, dass diese Weitergabe rechtmäßig ist und dass alle betroffenen Personen ordnungsgemäß informiert wurden.
Der Anbieter stellt lediglich die technische Funktion bereit. Der Anbieter übernimmt keine Verantwortung für Verträge, Absprachen, Leistungsqualität, Datenschutzpflichten oder Streitigkeiten zwischen Kunden, Partnern, Subunternehmern oder Dritten.
8. Live-Tracking und Standortdaten
Live-Tracking ist nur in bestimmten Tarifen, insbesondere Enterprise, verfügbar oder kann als Zusatzfunktion angeboten werden.
Der Kunde ist verantwortlich dafür, dass die Nutzung von Standortdaten rechtmäßig erfolgt. Insbesondere muss der Kunde sicherstellen, dass Fahrer und Mitarbeiter transparent informiert werden und dass Tracking nur während zulässiger Zeiten und für zulässige Zwecke erfolgt.
Tracking-Links sind grundsätzlich bis zum Abschluss der Lieferung plus 24 Stunden gültig. Partnerunternehmen oder Empfänger erhalten über Tracking-Links nur die jeweils freigegebenen Informationen.
9. Preise, Tarife und Abrechnung
Nach Ende der kostenlosen Beta-Phase kann FalcGo kostenpflichtig angeboten werden. Geplante Tarife sind insbesondere:
- Basic
- Pro
- Enterprise
Die Abrechnung kann sich insbesondere richten nach:
- Unternehmen
- Nutzern
- Fahrern
- Aufträgen
- Standorttracking oder Enterprise-Funktionen
Fahrzeuge werden derzeit nicht gesondert abgerechnet, sofern nicht abweichend vereinbart.
Die Abrechnung erfolgt monatlich. Eine jährliche Abrechnung kann später angeboten werden.
10. Testphase nach Beta
Nach Ende der Beta-Phase kann eine 14-tägige Testphase angeboten werden. Nach Ablauf der Testphase muss der Kunde einen kostenpflichtigen Tarif wählen, um die Plattform aktiv weiter zu nutzen.
Wird kein kostenpflichtiger Tarif gewählt, kann der Zugriff auf einen lesenden Zugriff beschränkt werden. Interaktionen, Änderungen, neue Aufträge oder aktive Nutzung können dann deaktiviert werden.
11. Vertragslaufzeit und Kündigung
Monatliche Tarife laufen jeweils bis zum Ende des Kalendermonats. Die Kündigung ist jederzeit zum Ende des laufenden Monats möglich.
Beispiel: Meldet sich ein Kunde am 5. eines Monats an und kündigt nicht bis zum Monatsende, verlängert sich der Vertrag automatisch und die nächste Abbuchung kann am 1. des Folgemonats erfolgen.
Jährliche Tarife, sofern angeboten, laufen für den vereinbarten Jahreszeitraum und verlängern sich nach Ablauf, sofern sie nicht rechtzeitig gekündigt werden. Die genaue Kündigungsfrist kann im jeweiligen Tarif oder Angebot festgelegt werden.
12. Zahlungsabwicklung und Zahlungsverzug
Zahlungen werden über Stripe abgewickelt. Je nach Verfügbarkeit können unterschiedliche Zahlungsarten angeboten werden, z. B. Kreditkarte, PayPal oder weitere von Stripe unterstützte Zahlungsmethoden.
Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, kann der Anbieter nach 7 Tagen eine Mahnung versenden. Erfolgt auch danach keine Zahlung, kann der Anbieter nach 14 Tagen den Account ganz oder teilweise sperren, insbesondere aktive Funktionen deaktivieren oder den Zugriff auf einen lesenden Modus beschränken.
Weitere gesetzliche Rechte bleiben vorbehalten.
13. Preisänderungen
Der Anbieter kann Preise und Tarifstrukturen mit Wirkung für die Zukunft ändern. Preisänderungen werden dem Kunden rechtzeitig mitgeteilt. Widerspricht der Kunde einer Preisänderung, kann der Anbieter den Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt beenden oder die Fortsetzung zu den bisherigen Konditionen ablehnen, soweit rechtlich zulässig.
14. Fair Use, API und technische Limits
Die Nutzung der Plattform unterliegt Fair-Use-Grundsätzen. Der Kunde darf die Plattform, APIs, MQTT-Kommunikation, Uploads, Standortupdates und sonstige technische Ressourcen nicht missbräuchlich, störend oder übermäßig nutzen.
Konkrete Limits können sich aus dem Tarif, dem Dashboard, der technischen Dokumentation, dem Angebot oder einer gesonderten Leistungsbeschreibung ergeben.
Der Anbieter kann technische Schutzmaßnahmen einsetzen, Anfragen begrenzen, Uploadgrößen beschränken oder Funktionen einschränken, wenn dies zur Sicherheit, Stabilität oder Missbrauchsprävention erforderlich ist.
15. Verfügbarkeit, Wartung und Support
In Standardtarifen wird keine feste SLA oder bestimmte Mindestverfügbarkeit garantiert. Der Anbieter bemüht sich um eine wirtschaftlich angemessene und stabile Bereitstellung der Plattform.
Wartungsarbeiten können insbesondere nachts oder nach vorheriger Ankündigung durchgeführt werden. In dringenden Fällen, insbesondere bei Sicherheits- oder Stabilitätsproblemen, können Wartungen auch ohne vorherige Ankündigung erfolgen.
Support wird grundsätzlich angeboten über:
- Telefon
- Support-Ticket
Supportzeiten sind grundsätzlich Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr, ausgenommen gesetzliche Feiertage am Sitz des Anbieters.
Notfall-Support kann im Enterprise-Tarif angeboten werden.
16. Backups und Datensicherung
Der Anbieter erstellt technische Backups zur Systemwiederherstellung. Diese Backups dienen der Wiederherstellung der Plattform bei technischen Störungen, Datenbankproblemen oder Sicherheitsvorfällen.
Die Backups ersetzen keine individuelle Archivierungs- oder Aufbewahrungspflicht des Kunden. Der Kunde bleibt verantwortlich, eigene Kopien geschäftskritischer Daten zu sichern, soweit er diese außerhalb der Plattform benötigt oder gesetzlich aufbewahren muss.
17. Datenexport nach Vertragsende
Nach Vertragsende kann der Kunde einmalig kostenlos einen Export seiner Daten anfordern. Der Export erfolgt voraussichtlich als CSV-Dateien in einer ZIP-Datei, soweit technisch möglich.
Weitere Exporte, Sonderformate, wiederholte Exporte oder besonders aufwendige Datenbereitstellungen können nach Aufwand oder gemäß gültiger Preisliste berechnet werden.
Der Anbieter kann für zusätzliche Exporte insbesondere eine angemessene Bearbeitungsgebühr, technische Aufwandspauschale oder individuelle Abrechnung nach Stunden anbieten. Die Höhe wird dem Kunden vor Durchführung mitgeteilt.
18. Lesender Zugriff und Löschung nach Vertragsende
Nach Ende des bezahlten Vertragszeitraums kann der Kunde für bis zu 60 Tage einen lesenden Zugriff erhalten. Während dieses Zeitraums können aktive Funktionen, neue Aufträge, Änderungen oder Interaktionen deaktiviert sein.
Operative Kundendaten werden grundsätzlich spätestens 6 Monate nach Vertragsende gelöscht oder anonymisiert, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten, offenen Forderungen, Streitigkeiten, Sicherheitsvorfälle oder sonstigen berechtigten Gründe entgegenstehen.
Rechnungs-, Buchhaltungs- und Vertragsdaten können entsprechend gesetzlicher Aufbewahrungspflichten länger gespeichert werden.
19. Rechte an Kundendaten
Alle vom Kunden eingegebenen Inhalts-, Auftrags-, Fahrer-, Fahrzeug-, Empfänger- und Lieferdaten bleiben dem Kunden zugeordnet.
Der Kunde räumt dem Anbieter die notwendigen Rechte ein, diese Daten zu speichern, zu verarbeiten, zu übertragen, an berechtigte Nutzer auszugeben, Backups zu erstellen, Support zu leisten, technische Fehler zu beheben, gesetzliche Pflichten zu erfüllen und die Plattform vertragsgemäß bereitzustellen.
20. Feedback und Verbesserungsvorschläge
Der Kunde kann Feedback, Ideen, Verbesserungsvorschläge oder Funktionswünsche übermitteln. Der Anbieter darf solche Vorschläge unentgeltlich nutzen, um FalcGo zu verbessern, weiterzuentwickeln oder neue Funktionen zu erstellen. Rechte an vertraulichen Informationen des Kunden bleiben unberührt.
21. Referenznennung
Der Anbieter darf Name und Logo des Kunden nur nach vorheriger Zustimmung des Kunden als Referenz verwenden.
Kunden dürfen darauf hinweisen, dass sie FalcGo als SaaS-Lösung nutzen, sofern die Darstellung nicht irreführend ist und Markenrechte des Anbieters beachtet werden.
22. Sperrung und Kündigung aus wichtigem Grund
Der Anbieter kann Accounts oder Funktionen ganz oder teilweise sperren, wenn:
- Zahlungen ausstehen;
- der Kunde gegen diese AGB verstößt;
- eine missbräuchliche oder rechtswidrige Nutzung vorliegt;
- Sicherheitsrisiken bestehen;
- behördliche oder gerichtliche Anordnungen dies verlangen;
- der Verdacht auf Betrug, Manipulation, Datenmissbrauch oder unbefugten Zugriff besteht;
- technische Stabilität oder Sicherheit gefährdet sind.
Der Anbieter kann den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen, wenn dem Anbieter die Fortsetzung des Vertrags nicht zumutbar ist.
23. Gewährleistung
Für kostenpflichtige Leistungen gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte, soweit in diesen AGB nichts Abweichendes geregelt ist.
Während der Beta-Phase wird FalcGo ohne Gewährleistung für bestimmte Funktionen, Verfügbarkeit, Fehlerfreiheit oder Eignung für bestimmte Zwecke bereitgestellt.
24. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie nach zwingenden gesetzlichen Vorschriften.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haftet der Anbieter nur auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
Im Übrigen ist die Haftung, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen.
Der Anbieter haftet nicht für Datenverluste, soweit der Schaden durch angemessene Datensicherungsmaßnahmen des Kunden vermeidbar gewesen wäre.
25. Datenschutz und Auftragsverarbeitung
Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Der Kunde bleibt verantwortlich für Rechtmäßigkeit, Zweck, Umfang und Zulässigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten innerhalb seines Unternehmenskontos.
26. Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn hierfür ein sachlicher Grund besteht, insbesondere bei Änderungen der Rechtslage, technischer Funktionen, Sicherheitsanforderungen, Tarife oder Geschäftsprozesse.
Kunden werden über Änderungen rechtzeitig informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb einer angemessenen Frist, gelten die Änderungen als angenommen, sofern der Kunde hierauf ausdrücklich hingewiesen wurde.
27. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist, soweit zulässig, der Sitz des Anbieters bzw. das für Mörfelden-Walldorf zuständige Gericht.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.